Die Idee, urbane Kunst dauerhaft und kuratiert in den öffentlichen Raum zu bringen, wird seit 2022 von der Stadt Stuttgart über das Programm Kunst im öffentlichen Raum (KiöR) gefördert. Träger des Projekts ist der Kunstverein Wagenhalle e. V. Studio Vierkant verantwortet die konzeptionelle Entwicklung, die künstlerische Kuration, Organisation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, sowie die visuelle Gestaltung und das Erscheinungsbild des Festivals.
Ziel des PFFFestivals ist es, Kunst sichtbar, zugänglich und dauerhaft im Stadtraum zu verankern – jenseits institutioneller Räume und offen für alle.
Das PFFFESTIVAL versteht den öffentlichen Raum als Ort zeitgenössischer Kunst, Begegnung und gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Die Murals treten in einen direkten Dialog mit ihrem Umfeld.
Ein zentraler Bestandteil des kuratorischen Konzepts ist die bewusste Abbildung der großen stilistischen Bandbreite zeitgenössischer Fassadenkunst. Unterschiedliche künstlerische Handschriften, Techniken und Bildsprachen stehen dabei in Kontrast zueinander und machen sichtbar, wie vielschichtig urbane Kunst heute ist. Ziel ist es, dass die einzelnen Werke jeweils eigenständig für sich stehen und sich zugleich langfristig zu einem schlüssigen Gesamtbild im Stadtraum verbinden.
Die Wandgestaltungen werten den öffentlichen Raum auf, machen Kunst niederschwellig erlebbar und fördern Diskurse sowie Identifikation in der Nachbarschaft. Gleichzeitig schaffen sie neue Blickachsen und Aufenthaltsqualität. Stuttgart wird so zu einer offenen Galerie, die sich ständig weiterentwickelt.
Mit den PFFFestle entstehen niedrigschwellige Come-Together-Formate direkt an den gestalteten Fassaden. Künstler*innen, Anwohnende und Kunstinteressierte kommen bei Musik und Getränken zusammen und treten in Austausch über Kunst im Stadtraum.
Die begleitenden Filmdokumentationen von Martin Mannweiler geben Einblicke in die Entstehung der Murals und erzählen die Geschichten hinter den Wänden. Sie machen Prozesse, Haltungen und Hintergründe der beteiligten Künstlerinnen und Künstler sichtbar.
Vier Ausgaben des PFFF Journals widmen sich Themen rund um Graffiti, urbane Kunst und kulturelle Fragestellungen. Jede Ausgabe setzt einen inhaltlichen Schwerpunkt und vereint Beiträge aus Kunst, Theorie und Praxis.
Die PFFF Gruppenausstellungen zeigen Studioarbeiten der beteiligten Mural-Künstler*innen sowie weitere relevante Positionen aus Urbaner Kunst und Post-Graffiti. Sie erweitern den Blick auf die künstlerischen Praktiken jenseits der Wand und schaffen Raum für Kontextualisierung und Austausch.